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Frachtkosten in Krisenzeiten optimieren

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Case Study

Aufgrund gestiegener Umsätze sah sich unser Kunde, ein Unternehmen aus dem Baugewerbe, im Jahr 2019 mit einem höheren Transportaufkommen konfrontiert. Intern mangelte es jedoch an Ressourcen und Expertise, das Transportmanagement strategisch anzugehen. Gefangen im operativen Tagesgeschäft fiel die Entscheidung somit auf die Beauftragung eines externen Dienstleisters zur Optimierung der Frachtkosten.

Transportkostenmanagement mit Optimierungspotenzial

Zum Zeitpunkt der Datenaufnahme betrug das Frachtvolumen unseres Kunden 316.000€ pro Jahr. Auffällig war, dass sich das Unternehmen vorher auf die Zusammenarbeit mit lediglich zwei Dienstleistern konzentriert hatte – jedoch ohne erkennbare Trennung nach Transportsegment oder Fahrgebiet.
Wir von CHAINDSON empfehlen unseren Kunden allerdings stets, mit spezialisierten Partnern zusammenzuarbeiten, die ihre Dienstleistungen zu einem besseren Preis-/Leistungsverhältnis anbieten können. Zudem gab es bei unserem Kunden kein festes Preis-/Tarifwerk. Die abgerechneten Frachtbeträge waren nicht stringent und von der jeweiligen Marktsituation beeinflusst.

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Mit einer Frachtenausschreibung neue Dienstleister identifizieren

Im Rahmen des Projektes führten wir eine Frachtenausschreibung im Landverkehr für die Transportsegmente Stückgut und Teilladungen, national sowie international, durch. Durch das Benchmarking identifizierten wir ein Optimierungspotenzial von 34,6%, basierend auf den historischen Rechnungsdaten der letzten 12 Monate und auf Grundlage der Tarifkonditionen in unserer Frachtdatenbank.
Über die tatsächliche Ausschreibung konnten wir schließlich ein 43%-iges Einsparpotenzial ermitteln. Dies gelang uns, indem wir die Transporte unseres Kunden auf zwei Dienstleister verteilten. Es handelte sich dabei um zwei Transportdienstleister, die auf bestimmte Segmente spezialisiert sind: Stückgut / LTL & FTL national vs. Stückgut / LTL & FTL international. Unser Kunde profitiert somit von einem bestmöglichen Marktpreis und von einer klar definierten Aufteilung für die jeweiligen Segmente – die Mitarbeiter wiederrum profitieren im Tagesgeschäft von klaren Vorgaben, was die Beauftragung von Dienstleistern enorm vereinfacht und für Transparenz sorgt.

Transportkosten erfolgreich reduziert

Bereits nach den ersten 10 Monaten der Auditierung konnten wir unserem Kunden zu einer Einsparung von 110.000€ verhelfen. Über die Wirksamkeitsprüfung (Frachtenauditierung) war es uns zudem möglich, eine 44%-ige Transportkostenreduzierung aufzuzeigen.
Nach erfolgreichem Projektabschluss wurde deutlich, dass sich unser Kunde zum richtigen Zeitpunkt für eine Frachtkostenoptimierung entschieden hat. Mit optimierten Transportkosten hat das Unternehmen schon jetzt die Weichen für die Zeit nach der Krise gestellt.

Unser Fazit

Das Projekt hat gezeigt, dass sich eine Frachtkostenoptimierung gerade in Krisenzeiten lohnen kann. Anstelle von Kurzarbeit oder anderer Maßnahmen zur Kostenreduzierung können auch mit der Optimierung von Transportkosten Einsparungen erzielt werden, um so die nötige Liquidität zu schaffen.

Exkurs

Auch bei einem vermeintlich geringen Frachtvolumen (in Relation zum Gesamtvolumen) lohnt es sich, diese Kosten unter die Lupe zu nehmen. Einsparungen können nämlich überproportional zum Betriebsergebnis beitragen, wie diese Beispieltabelle von Daten aus einer Gewinn- und Verlustrechnung zeigt.* Die Frachtkosten machen in diesem Beispiel nur 1,58 % vom Gewinn aus. Ein solch – auf den ersten Blick – verhältnismäßig kleiner Kostenblock wird nur selten genauer überprüft. Mit der 44%-igen Einsparung der Transportkosten konnte das Betriebsergebnis jedoch in Summe um 26,4% verbessert werden.
*ausgehend von den Daten aus dem oben beschriebenen Projekt haben wir eine Hochrechnung auf 12 Monate vorgenommen.

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