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Supply Chain Management Trends 2024 - Die Supply Chain der Zukunft

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Grafik einer Weltkarte mit Aufschrift "Supply Chain Management Trends 2024"

Gesellschaft und Wirtschaft sind in einem stetigen Wandel, der natürlich auch vor Lieferketten keinen Halt macht. Mit steigender Komplexität der Lieferketten und mit einer Vielzahl an Akteuren müssen sich Unternehmen und ihr Supply Chain Management auch 2024 wieder besonderen, teils bereits bekannten Herausforderungen stellen:

1. Lieferkette in Echtzeit: Digital Supply Chain

Die Digital Supply Chain vernetzt Produktion und Logistik, transparent und in Echtzeit. Sie ermöglicht dadurch nicht nur einen Echtzeit-Einblick in die Lieferkette, sondern auch einen wechselseitigen Austausch und eine lückenlose Kommunikation zwischen Lieferanten, Dienstleistern und Kunden und somit eine engere Verflechtung aller Akteure. Für diese Vernetzung aller Prozesse innerhalb der Supply Chain, wie beispielsweise die Bedarfsplanung, Lagerverwaltung und das Logistikmanagement, kommt der digitale Zwilling zum Einsatz, eine digitale Darstellung der Lieferkette. Anhand dieser digitalen Kopie können Logistikprozesse modelliert, logistische Aktivitäten in Echtzeit überwacht, Szenarien simuliert und Vorhersagen getroffen werden. Die Folge: optimierte, effizientere Prozesse, Tourenplanung, Bestände und Fertigungen. Die Digital Supply Chain ermöglicht somit eine Kontrolle über alle Prozesse für ein intelligenteres, effektiveres und effizienteres Logistikmanagement. Die Vorteile der digitalen Lieferkette liegen folglich auf der Hand: Kostenreduzierung, höhere Kundenzufriedenheit, maximierte Produktivität.

Doch mit steigender Digitalisierung geht auch ein Risiko einher, das nicht außer Acht gelassen werden sollte: die steigende Gefahr von Cyber-Angriffen.

2. Lieferketten absichern: Cyber-Sicherheit

Prozesse der Supply Chain werden immer digitalisierter, immer vernetzter, mit immer mehr Datenverkehr. Das bietet zwar Chancen für Prozessoptimierungen und eine erhöhte Prozesseffektivität, allerdings ist besonders die Gefahr von Cyber-Angriffen auf Lieferketten allgegenwärtig: Schwachstellen und Sicherheitslücken in digitalen Prozessen von Lieferketten sind ideale, quasi offenstehende Eingangstüren in Unternehmensnetzwerke, die dann vor allem durch Ransomware (=Schadsoftware, die Computer sperrt und Daten verschlüsselt) gefährdet werden. Laut einer Bitkom-Studie meldeten in 2022 bereits neun von zehn Unternehmen einen Cybervorfall. Was bedeutet das nun für Unternehmen?

Eingesetzte Hard- und Software muss stetig geschützt sein, zum Beispiel durch sichere Datenverschlüsselung. Außerdem wird eine konsequente, gut durchdachte Cyber-Security-Strategie benötigt, da Cyber-Sicherheit nicht mehr nur ein reines IT Problem, sondern absolutes Pflichtthema für das gesamte Unternehmen und dessen Management ist.

Wichtig: Bei steigender Vernetzung auch immer die Abhängigkeiten zu und von anderen Akteuren in der Lieferkette beachten, denn Attacken können auch diese betreffen.

3. Das Unvorhersehbare vorhersehen: KI und Automatisierung

Eng verknüpft mit der Digital Supply Chain sind die Trendthemen KI und Automatisierung. Denn die Daten der digitalen Lieferkette und eine daraus resultierende Datenanalyse in Echtzeit sowie die Erstellung von Prognosen sind die Grundlage für KI-Vorhersagen. Unternehmen sehen sich immer mehr mit volatilen Rahmenbedingungen sowie steigender Komplexität und Dynamik von Wertschöpfungsketten konfrontiert. Die Anwendung künstlicher Intelligenz bietet hier enorme Möglichkeiten zur Optimierung und Effizienzsteigerung der Supply Chain Management Prozesse.

Insbesondere Prozesse der Intralogistik, wie beispielsweise die Disposition und Steuerung von Mitarbeitern, Beständen und Produktionslinien, bieten großes Optimierungspotenzial. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz lassen sich hier unter anderem Über- und Unterproduktion, Produktionsengpässe, Wartezeiten und Leerstände vermeiden.

Im Ergebnis steigern Supply Chains mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz nicht nur ihre Reaktionsfähigkeit und -schnelligkeit, was wiederum zu einer stärkeren Kundenzentrierung und gesteigerter Kundenzufriedenheit führt, sondern gleichzeitig werden auch Kosten gesenkt. Vor allem in Kombination mit Robotik und Automatisierung von Lieferkettenprozessen (z.B. robotergesteuerte Kommissionier-Systeme) bietet künstliche Intelligenz enorme Chancen für Unternehmen. Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Kontext auch die gesteigerte Nachhaltigkeit, was wiederum einen Wettbewerbsvorteil darstellen kann.

4. Absolutes Pflichtthema: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist in nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen ein immer wichtigeres Thema. Daraus resultiert ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung von Nachhaltigkeit nicht nur bei Nachfragern, sondern eben auch bei Unternehmen. Denn Nachhaltigkeit ist – wie bereits viele Unternehmen richtig erkannt haben – ein klarer Innovationstreiber. Unternehmen wollen und müssen nachhaltiger wirtschaften. Bedeutet konkret: Die gesamte Supply Chain bietet hier vielfältige Möglichkeiten und wird zunehmend im Hinblick auf Nachhaltigkeit optimiert. Unternehmen reduzieren beispielsweise ihren ökologischen Fußabdruck, ihren Energieverbrauch oder die Abfallmenge. Nachhaltigere Verpackungslösungen werden eingesetzt, Verpackungsgrößen optimiert und Recycling-Kreisläufe aufgebaut.

Wichtig ist allerdings, realistische Ziele zu setzen, denn ein Nichterreichen kann eher imageschädigend sein, als kleine Schritte erfolgreich zu gehen. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Wettbewerbsvorteil, den umweltbewusste Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz haben!

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