Mit dem richtigen Risikomanagement lässt sich das Störungsrisiko innerhalb der Supply Chain minimieren.

Lieferengpässe, Produktionsausfälle oder Personalstreik – Supply Chains sind stets dem Risiko ausgesetzt, unterbrochen zu werden. Laut aktueller Studie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und der riskmethods GmbH sind deutsche Unternehmen jedoch nur unzureichend auf Störungen in der Lieferkette vorbereitet. Wo Gefahren lauern und worauf es beim Supply-Chain-Risikomanagement sonst noch ankommt, lesen Sie hier.

Fast drei Viertel der deutschen Logistik-Unternehmen sind auf plötzliche Unterbrechungen in ihrer Lieferkette nur unzureichend vorbereitet. Das belegt jetzt die aktuelle Studie "Supply Chain Risk Management – Herausforderungen und Status Quo" vom BME und riskmethods.

Risikomanagement in vielen Unternehmen schwach 

Generell bleibt das Supply-Chain-Risikomanagement in Unternehmen derzeit weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück. Nicht weniger als 80 Prozent der befragten Unternehmen haben keine oder unzureichende Maßnahmenpläne für die wichtigsten Gefahren aufgestellt. 64 Prozent der Befragten überwachen Risiken rein manuell oder nur in geringem Maße automatisiert. 47 Prozent der Befragten haben keine strukturierte Bewertung des Schadensausmaßes:Maßnahmenplan sollte innerhalb des Unternehmens bekannt sein, sodass im Ernstfall jeder Bescheid weiß, wie zu handeln ist. 

- 85 Prozent stützen sich lediglich auf Informationen zu Qualität und Performance und 79 Prozent auf Finanzkennzahlen und Bonitäten von Lieferanten.
- 48 Prozent bewerten länderspezifische Aspekte wie die politische und wirtschaftliche Stabilität, 47 Prozent tun das auch im Hinblick auf Inhaber- sowie Managementwechsel bei Zulieferern.
- Nur 33 Prozent der Befragten halten die verfügbaren Risikoinformationen kontinuierlich auf dem neuesten Stand.

Gut zwei Drittel der Befragten gaben an, dass das Risikomanagement in Zukunft einen hohen oder sehr hohen Stellenwert einnehmen wird. Knapp die Hälfte (44 Prozent) der Befragten misst dem Einsatz von Big Data und Künstlicher Intelligenz in diesem Zusammenhang eine hohe bis sehr hohe Bedeutung bei. 

Risikomanagement sichert Unternehmenserfolg

Worum geht es eigentlich beim Risikomanagement und warum ist es so wichtig? Sinn und Zweck des Risikomanagements ist es, die Fehleranfälligkeit der Supply Chain zu reduzieren oder auf Störungen schnell und gut zu reagieren. Das Ergebnis ist eine effiziente Wertschöpfungskette. Alles andere kostet Produktivität und belastet die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Insofern ist das Risikomanagement wichtig, um den Erfolg eines Unternehmens zu sichern.   

Wertstromanalyse als Basis für effizientes Risikomanagement 

Globale Lieferanten, verkürzte Produktionszyklen, verringerte Wertschöpfungstiefe sowie Just-in-Time (JiT) beziehungsweise Just-in-Sequence (JiS)-Konzepte haben die Anzahl der Fehlerquellen in der Supply Chain erhöht. Der BME-Studie zufolge hatten 71 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Störung in ihrer Supply Chain. Risikomanagement sollte deshalb für alle Prozesse konzipiert werden und mit Echtzeitdaten arbeiten– vom Lieferanten bis zum Kunden (end-to-end).

Am Anfang des Prozesses steht die Wertstromanalyse. Sämtliche Material- und Informationsflüsse werden dabei untersucht. Durch die Aufnahme und Visualisierung der einzelnen Teilprozesse werden ihre Anteile von Wertschöpfung und Nicht-Wertschöpfung am Gesamtprozess deutlich. Prozessschwächen, Engpässe und jede Art von Verschwendung werden aufgedeckt. Eine Vergleichsmöglichkeit verschiedener Software-Lösungen finden Sie hier

Chaindson bereitet Sie auf den Ernstfall vor

Sind die Störungsrisiken innerhalb einer Supply Chain identifiziert, sollte ein Maßnahmenplan erarbeitet werden. Dieser skizziert konkrete Vorgehensweisen für mögliche Störfälle und teilt Akteuren Verantwortlichkeiten zu. Dieser Maßnahmenplan sollte innerhalb des Unternehmens bekannt sein, sodass im Ernstfall jeder Bescheid weiß, wie zu handeln ist.   

Unsere Chaindson-Berater können das Risikomanagement für Sie übernehmen – inklusive der Durchführung einer Wertstromanalyse. Unser Ziel ist es, Schwächen und Engpässe zu eliminieren sowie Verschwendungen auf ein Minimum zu reduzieren. Daher zeigen wir Verbesserungspotentiale auf und liefern Handlungsempfehlungen, bei deren Umsetzung wir Sie gerne begleiten.